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Marvin Pratsch Quadfahrer

 
  • Fahrer: Marvin Pratsch
  • Team: Geiling-Mohr-Racing-Team
  • Meine Quads: KTM SX 505, KTM XC 525
  • meine Ziele: folgt
  • Hobbys: Quad fahren,Fahrrad fahren
  • Lieblingsstrecken: Sonnefeld, Walldorf
  • dafür bin ich bekannt: dabei sein ist alles immer Gas geben

Rennen und Design

 
  • geplante Rennserien 2015: German Cross Country Championship
  • geplante Einzelrennen 2015 : NBS MX Quad 
  • eigene Sponsoren: Daddy
  • Design: folgt

Meine Erfolge

  •  Gesamtplatz 14 German-Cross-Country-Championship Klasse Quad

über Marvin Pratsch

Marvin Pratsch – durch den Quadsport ein echter Gewinner !
Marvin ist Sieger auf ganzer Linie – Er lebt für den Motocross-Quadsport - Seine Gehbehinderung hat er durch den Quadsport besiegt und seine Familie unterstützt ihn mit aller Kraft. Jürgen Mohr hat ihn voll in dessen Rennteam integriert, weil er total begeistert ist von Marvins Willenskraft.

„So sehen wahre Sieger aus! Sich niemals und von nichts unterkriegen lassen. Für mich ist Marvin ein wahrer Champ, denn er hat das Unmögliche möglich gemacht und fährt den meisten gesunden Fahrern davon. Wenn bei langen Cross-Country- Rennen so mancher aus Erschöpfung aufgibt, dann zieht Marvin immer noch bis zum Schluß zielstrebig seine Runden. Wenn ich sehe, welch schwerwiegende Einschränkung Marvin in seinem Gehapparat hat, dann ziehe ich meinen Hut vor dieser wahnsinnigen Leistung! Für mich ist Marvin ein echtes Vorbild in Hinsicht auf seinen Willen und das es sich immer lohnt, für seine ganz persönlichen Ziele zu kämpfen!“

„Marvin ist der Hammer: Cappy nach hinten, Tattoos, ein Sportquad unterm Hintern,
und am Gasgriff drehen. Marvin lebt den Sport. Das ist Lifestyle.“ so Jürgen, und hat
Marvin in sein Geiling-Mohr-Racing-Team aufgenommen.

Doch erst einmal zu seinem Lebensweg. Marvin erlebte im Alter von 2 Jahren einen Eskalation seines Immunsystems, weil sein Eiweißstoffwechsel durch eine sehr seltene Krankheit ganz anders funktioniert als bei einem gesunden Menschen. Manspricht bei seiner Krankheit von einer Methylmalonazidurie (siehe Definition). Er verfiel als 2-jähriger ohne Vorwarnung in eine Sauerstoffunterfunktion und lag einen Tag ins Koma. Nach einem 6-wöchigen Klinikaufenthalt und nervöser Suche nach der Krankheitsindikation, wurden die Ursachen letztendlich von den Ärzten gefunden. Doch Marvin konnte nach diesem Vorfall nicht mehr laufen, auch nicht mehr stehen oder gar sitzen. Es war der Neubeginn seiner Lebens von Null an. Seine Eltern hatten eine lange kräftezehrende Phase des Neustarts und der Regeneration Ihres Sohnes Marvin anzutreten. Für Marvin war genau das Gift, was für andere Lebenselixier ist, nämlich die Aufnahme von lebensnotwendigen Aminosäuren. Bei einer übermäßigen Aufnahme von bestimmten Aminosäuren konnte und kann Marvin jederzeit wieder kollabieren und ein lebensgefährlicher Zustand entstehen. Ralf und Petra, Marvins Eltern schweißten sich nach diesem Erlebnis noch stärker zusammen und förderten Ihren Junior wo sie nur konnten und Marvin wurde älter, doch eine starke Gehbehinderung im linken Bein blieb. Doch dann passierte als 7-jähriger die Initialzündung für Marvins neuen Lebensweg: Bei einem Urlaubsaufenthalt im italienischen Jesolo versuchte sich Marvin auf einem Pocketbike. Das war zwar definitiv noch nicht das richtige Fahrzeug für den Jungen, aber seine Leidenschaft für den Motorsport wurde mit diesem Erlebnis geboren. Später besorgte Marvins Vater Ralf, der früher selbst im Motocross und Endurosport aktiv war, ein Suzuki LT50 Kinderquad. Nun war Marvin nicht mehr zu halten. Immer wieder fuhr der Junge auf seinem Fahrzeug und hatte unendlichen Spaß. Später bekam Marvin dann eine größere Can-Am mit 250 ccm, bis er dann auf einer Suzuki LTR-450 seine Runden zog. Immer wieder zog es ihn auf die Quads und die Lebensfreude steigerte sich damit zusehends und für ihn entstand immer mehr Motivation, sich seiner Leidenschaft hinzugeben und damit seine Behinderung zu bekämpfen bzw das Beste aus sich herauszuholen. Während seiner Entwicklung bekam Marvin sogar wertvolle Tips von dem erfolgreichen Quadpiloten Jörg Knarr, wodurch er seine Technik verfeinern konnte und schneller wurde. Die ersten Rennen folgten und Marvin lernte  dann auch Jürgen Mohr kennen, der sofort begeistert war von Marvin.

Marvin hat ganz einfache Ziele: „Gut durchkommen !“ Was einfach für uns klingt und für jeden gesunden ist für ihn die Herausforderung schlechthin. Marvin kann nicht mal eben absteigen und sein Quad über ein Hindernis schieben oder wenn er sich in einer Welle festfährt sein Fahrzeug wegheben. Er hat seinen Fahrstil darauf abgezielt immer zügig, gleichmäßig und ohne Fahrfehler nach vorne um die Piste zu bewegen und daß er das kann, beweist er immer wieder aufs neue. „Wenn ich auf eine unbekannte Strecke gehe, dann hör ich mein Herz am Anfang wild schlagen, weil ich ja nicht weiß, was mich erwartet. Um so öfter ich die Strecke fahre, um so ruhiger und gelassener werde ich dann.“ erzählt uns Marvin. Zum Ausgleich geht Marvin noch Schwimmen, Mountainbike fahren und macht Krafttraining. Seit dieser Saison fährt Marvin offiziell für das Geiling/Mohr-Racing Team und bestreitet Rennen in der Sportklasse der GCC und in der Nordbayernserie.

Aus Wikipedia:
Methylmalonazidurie
Die Methylmalonazidurie (MMA) ist eine angeborene Stoffwechselerkrankung, die
der Gruppe der Organoazidopathien zugeordnet wird. Sie folgt einem autosomal
rezessiven Erbgang und tritt mit einer Inzidenz von etwa 1 : 50.000 auf. Durch einen
Defekt des Vitamin-B12-abhängigen Enzyms Methylmalonyl-CoA-Mutase (eine
Isomerase) oder einer fehlenden Bereitstellung von Adenosylcobalamin aus Vitamin
B12 (einem Cofaktor der Methylmalonyl-CoA-Mutase) werden die Aminosäuren
Valin, Isoleucin, Methionin und Threonin sowie auch Fettsäuren mit ungerader
Kettenlänge und Cholsäure nicht vollständig abgebaut. Es kommt im Stoffwechsel zu
einer Akkumulation von Methylmalonyl-CoA. Diese Anhäufung von Methylmalonyl-
CoA führt zu Intoxikationen, die sich in metabolischen Krisen äußert. Die
metabolischen Krisen können unbehandelt innerhalb kürzester